Leistungsausschluss: Was deine Versicherung nicht zahlt und warum das so wichtig ist

Ein Leistungsausschluss ist eine vertragliche Regelung, die bestimmte Schäden, Ursachen oder Situationen vom Versicherungsschutz ausnimmt. Was ausgeschlossen ist, zahlt der Versicherer nicht – unabhängig vom Rest des Vertrags.

Wenn ich Kunden berate und sie mich fragen, was eine gute Versicherung ausmacht, sage ich oft: Nicht nur das, was sie leistet, sondern das, was sie ausschließt. Ich begleitete in über 20 Jahren Schadenfälle, in denen Kunden überrascht waren, als ihre Versicherung einen Schaden ablehnte. Nicht weil der Versicherer unredlich war, sondern weil der Leistungsausschluss schwarz auf weiß im Vertrag stand. Niemand hatte ihn erklärt.


Was ist ein Leistungsausschluss in der Versicherung?

Ein Leistungsausschluss steht in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) – dem Teil des Vertrags, den die wenigsten wirklich lesen. Er definiert, für welche Schäden, Ursachen oder Situationen der Versicherer keine Leistung erbringt.


Was sind universelle Leistungsausschlüsse?

Vorsatz, Krieg, Kernenergie und in vielen Verträgen auch Terrorismus sind in Versicherungsverträgen ausgeschlossen. Diese Risiken gelten als nicht versicherbar.


Welche branchenspezifischen Ausschlüsse gibt es?

Je nach Sparte kommen weitere Ausschlüsse hinzu: Tätigkeitsschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung, bestimmte IT-Risiken in der Haftpflicht (viele Betriebe brauchen zusätzlich eine Cyberversicherung), Vertragsstrafen oder Bußgelder. Diese Ausschlüsse variieren je nach Anbieter und Tarifstufe.


Was sind „versteckte“ Leistungsausschlüsse?

Das sind Klauseln in den AVB, die de facto einen Ausschluss bedeuten, ohne dass die Versicherer diese explizit benennen. Dabei definieren sie den versicherten Schaden eng, begrenzen ihn zeitlich oder schränken ihn auf bestimmte Tätigkeiten oder Orte ein.


Lassen sich Leistungsausschlüsse aufheben?

Dies geschieht durch Klauseln oder Bausteine, die gegen Aufpreis den Schutz erweitern. Ob sich das lohnt, hängt vom Risiko ab. Wer seinen Vertrag nicht liest, weiß nicht, welche Ausschlüsse für ihn gelten.


Was wir bei Hartmann Assekuranz anschauen

Und jetzt kommt der wichtigste Teil, das, was wir durchgehen. Ich, Markus Hartmann, lese Verträge. Das klingt banal – es ist meine Arbeit. Ich prüfe für meine Kunden, welche Leistungsausschlüsse in ihren Verträgen stehen. Dabei bewerte ich, ob diese für ihr Risikoprofil relevant sind.

Wir schauen uns das an:

  • Welche Leistungsausschlüsse stehen in deinen aktuellen Verträgen – und weißt du davon?
  • Gibt es branchenspezifische Risiken, die durch Standardausschlüsse nicht gedeckt sind?
  • Übst du Tätigkeiten aus, die möglicherweise außerhalb des versicherten Bereichs liegen?
  • Wurden dir bei Vertragsabschluss die relevanten Ausschlüsse erklärt?
  • Kannst du wichtige Ausschlüsse durch Klauseln schließen?

Fazit: Leistungsausschluss – das Kleingedruckte, das zählt

Du siehst, der Leistungsausschluss entscheidet im Schadensfall darüber, ob deine Versicherung leistet – oder nicht. Wer fragt, was die Versicherung zahlt, stellt die falsche Frage. Die richtige lautet: Was zahlt sie nicht?

Du willst wissen, welche Leistungsausschlüsse in deinen Verträgen stecken? Vereinbare gerne einen Termin mit uns! Dann buche bequem online deinen Termin hier.